Stacheldrahtkerze – Symbol für weltweit bedrängte und verfolgte Christen

Rundbrief vom 15.01.2022

Aktueller Rundbrief

       Stacheldrahtkerze – Symbol für weltweit bedrängte und verfolgte Christen

Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach (Matthäus 16,24).
 
Mosambik – die militanten Islamisten der „Ahlu Sunnah Wa-Jama“ (stehen dem IS na-he), die 2017 die Kontrolle über das Gebiet von Cabo Delgado im Norden des Landes übernommen haben, töteten im März 2021 Dutzende von Christen und haben Tausende zur Flucht gezwungen. Am 15.12. wurde ein Pastor im Bezirk Macomia in Cabo Delgado enthauptet. Die Islamisten befahlen der Witwe den Kopf ihres Mannes in einem Sack zur Polizeistation zu tragen. Ein Experte kommentierte: „Was sie mit den Menschen machen, die sie gefangen nehmen und töten, habe ich noch nirgendwo in Afrika gesehen“. Jetzt haben mosambikanische, ruandische und südafrikanische Streitkräfte begonnen, diese Islamisten zurückzudrängen. (Quelle: Barnabas Fund + AKREF).
Fürbitte: Beten wir dafür, dass die Islamisten der „Ahlu Sunnah WaJama“ baldmöglichst von den Streitkräften ausgeschaltet werden können. Beten wir für die, die Angehörige verloren haben und für die Geflüchteten um eine sichere Zukunft.
Vietnam – Moos* (Name geändert) und Ehe-frau mit sechs Kindern haben 2018 als die Ersten im Dorf den christlichen Glauben an-genommen. Dieser Schritt gilt als Verrat am eigenen Stamm und an ihrer Tradition, der die Schutzgeister des Dorfes verärgern würde. Als sie 2020 begannen, den Nachbarn das Evangelium weiterzugeben, zerstörten aufgebrachte Dorfbewohner ihre Felder. Weil sie nicht damit aufhörten, wurde am 10. Dezember ihr Haus niedergebrannt. Die Familie ist jetzt ganz auf die Hilfe anderer Christen aus der näheren Umgebung angewiesen (Quelle: Open Doors + AKREF).
Fürbitte: Beten wir, dass die Hilfen der Glaubensgeschwister ausreichen, der Familie eine neue Bleibe zu sichern. Beten wir, dass ihr Glaubenszeugnis nicht mehr abgelehnt wird.
Afghanistan – Christen und andere religiöse Minderheiten sind seit dem Rückzug der Alliierten zunehmend mit Diskriminierung, Drohungen und anderen Formen der Unterdrückung konfrontiert. An der Tagesordnung sind Drohanrufe und Drohbriefe. Christen wer-den aufgrund ihrer Konversion zum Christentum von den Taliban als „Gemeinschaft von Kriminellen“ betrachtet. Als Abtrünnige und als Gegner des Islam sind die den tödlichsten Konsequenzen der Scharia ausgesetzt. Die weitverbreitete Hungersnot führt inzwischen dazu, dass verzweifelte Eltern eines ihrer Kinder verkaufen, in der Hoffnung, den Rest der Familie ernähren zu können (International Christian Concern).
Fürbitte: Beten wir für die Christen, die wegen ihres Glaubenswechsel weg vom Islam so massiv bedroht werden, dass sie Schutz finden. Beten wir für alle, die von Hungersnot betroffen sind, dass sie Hilfsmaßnahmen rechtzeitig er-reichen.
Pakistan – am 10. Dezember stürmten Muslime in Farooqabad in der Nähe von Faisalabad im Punjab eine christliche Hochzeitsfeier. Der Mob missbrauchte die anwesenden Frauen, stahl Bargeld und Schmuck und setzte das Haus in Brand. Der Bräutigam rief die Polizei, die zehn Täter festgenommen, aber gegen Kaution wieder freigelassen hat (Quelle: Barnabas Fund + AKREF).
Fürbitte: Beten wir, dass die Straftäter gerecht bestraft werden, damit die Christen zukünftig besser vor muslimischen Übergriffen geschützt sein könnten.
Myanmar – ein Gebetsberg, der sich im Besitz von Kirchen verschiedener Konfessionen in der Hauptstadt des Chin-Staates, Hakha, befindet, wurde von der burmesischen Armee (Tatmadaw) beschlagnahmt. Der mehrheitlich von Christen bewohnte Bundesstaat Chin ist seit dem Putsch im Februar schweren Angriffen der Tatmadaw ausgesetzt. Mehrere Kirchen wurden niedergebrannt oder zerstört. Mehrere Pastoren wurden getötet oder verhaftet (Quelle: International Christian Concern + AKREF).
Fürbitte: Beten wir für ein baldiges Ende der An-griffe auf die Christen im Bundesstaat Chin. Beten wir um den Schutz der Gemeinden und ihrer Pastoren.
Indien – christenfeindliche Übergriffe gab es an den Weihnachtsfeiertagen durch die „Hindutva Brigade“ (militanter Arm der Regierungspartei „Bharatiya Janata Party“ des Premierministers Narenda Modi).  Im nordin-dischen Bundesstaat Pradesh skandierte  die Menge vor dem Kloster „Mathridham Ash-ram“ in Varanasi: Church Murdahad“ – übersetzt „Nieder mit der Kirche“ oder „Tod der Kir-che“. Die Extremisten beschädigten in der Stadt Ambat (Bundesstaat Haryan) eine Christusstatue. In Silchar (Bundesstaat Assam) wurde die Christmette gestürmt und die Besucher bedroht. In 21 der 28 Bundesstaaten herrsche Christenverfolgung, die sich im ganzen Land ausbreitet. 2021 wurden 305 Gewalttaten gegen Christen oder christliche Einrichtungen registriert (Quelle: Kirche in Not + Idea + AKREF).
Fürbitte: Beten wir dafür, dass den Christen endlich die in der Verfassung vorgesehene Religionsfreiheit voll gewährt wird und Straftaten gegen Christen endlich gesetzlich geahndet werden.
Stacheldrahtkerze2022-.01.15-1