Der Lübecker Altbischof Ulrich Wilckens ist am 25. Oktober im Alter von 93 Jahren gestorben. Ein Nachruf von Pastor Ulrich Rüß.

Die Einheit der Kirche war Bischof Ulrich Wilckens ein besonderes Anliegen, ja eine Herzensangelegenheit. Das kommt in vielen seiner Aufsätze und Schriften zum Ausdruck. Ihm ging es dabei um ein Verständnis von Ökumene, das sich festmacht an den elementaren Bekenntnissen der Kirche im Sinn einer trinitarisch-christozentrischen Bekenntnisökumene. Diesen theologischen Ansatz unterstützte Wilckens auch in der Mitarbeit bei der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG) unter anderem als Mitherausgeber des Magazins der IKBG „Diakrisis“, einer geistlichen Orientierung für bekennende Christen. Immer wieder betonte der Altbischof, wie wichtig für sein Glaubensleben die sonntägliche Feier der Eucharistie sei. So trat er entschieden für den sonntäglichen Abendmahlsgottesdienst ein. Als bewusst lutherischer Theologe war er offen für die Ökumene und pflegte den persönlichen Kontakt mit Papst Benedikt XVI. Bischof Ulrich Wilckens litt an seiner Kirche und ihrer Prägung durch den Zeitgeist. Für die Bekennenden Gemeinschaften war er mit seiner bekenntnistreuen Theologie wichtige Orientierung und Hilfe für Glauben sowie Lehre. Er blieb somit wahrer Bischof.