Sonntag 28. Juni 2020

Und maßt dir an, ein Leiter der Blinden zu sein, ein Licht derer, die in Finsternis sind, ein Erzieher der Unverständigen, ein Lehrer der Unmündigen, weil du im Gesetz die Richtschnur der Erkenntnis und Wahrheit hast –: Rö2,19-20

Seit Jesus in die Welt kam, um alle, die an ihn glauben, zu erlösen, ist praktiziertes Christentum mit all seinen Auseinandersetzungen oft problematisch. Anstatt sich darauf zu verlassen, dass Christus das tut, wozu wir nicht in der Lage sind, neigen viele dazu, sein Werk selbst in die Hand zu nehmen, weil sie meinen, dadurch zu ihrer Erlösung
beizutragen. Wir werden aber nicht durch das, was wir tun, gerettet, sondern durch das, was Jesus bereits für uns getan hat. Auf unser Verhalten kommt es schon auch an, aber erst, nachdem wir wiedergeboren sind. Bis dahin können wir dazu verleitet werden, aus uns etwas zu machen, was wir gar nicht sind. Nicht unseren Vorstellungen, sondern Jesus sollen wir folgen. Er ist das Licht auf unserem Weg.
Herr, oftmals war ich versucht, zu denken, dass mein Handeln für meine Erlösung eine große Rolle spielt. Lass mich erkennen, dass es darum geht, gerettet zu werden. Das heißt: es kommt jemand von außen und rettet mich. Du bist der, der mich rettet. Bewahre mich vor falschen Gedankenspielen, die mir suggerieren, dass ich meine Erlösung selbst bewerkstelligen kann. Lehre mich, nach Deinem Willen zu fragen und Dir zu gehorchen. Du hast mich bereits erlöst. Ich brauche mir nicht zu verdienen, was ich bereits habe.
Danke, Herr Jesus, dass Du die Torheit von Generationen ertragen und es mir ermöglicht hast, von Deiner wunderbaren Gnade zu hören, die alle rettet, die an Dich glauben. Hilf mir heute, mich ganz auf Dich zu verlassen, dass ich tue, was Du von mir willst und nicht, was ich für richtig halte. Sei Du der Mittelpunkt in meinem Leben. Du sorgst für mich. Hilf mir jetzt und alle Zeit, mich an Dein Wort zu halten. Amen.