Dienstag 01. Dezember 2020

Es ist besser, du isst kein Fleisch und trinkst keinen Wein und tust nichts, woran sich dein Bruder stößt.   Römer 14,21

Wenn man zuerst an seinen Nächsten denkt, sieht man erstaunlicherweise vieles ganz anders. Unsere Welt wäre eine ganz andere, wenn jeder zuerst an seine Mitmenschen denken würde. Die Sünde bewirkt, dass wir nur uns selbst sehen; die frohe Botschaft des Evangeliums dagegen macht uns aufgeschlossen und offen dem Nächsten gegenüber. In der Beziehung zu Gott und zu unseren Mitmenschen finden wir den Weg des Heils. Das sollten wir bedenken und im Blick behalten. Wende dich deinem Nächsten zu und sieh die Welt mit Gottes Augen.

Herr, oft habe ich nur mich im Blick; ich frage mich, was ich tun oder lassen sollte und treffe dann Entscheidungen. Hilf mir, das, worum es geht, zuerst mit den Augen anderer zu sehen und dementsprechend zu handeln. Wenn ich mich in die Situation meines Nächsten hineinversetze, erkenne ich, dass du überall am Werk bist. Schenke mir ein offenes Herz für meine Mitmenschen und ihre Anliegen. Das ist wichtiger als was ich  im Einzelnen tue. Herr, du bist für andere in diese Welt gekommen. Erfülle mich mit deinem Geist, dass ich nicht mich in den Mittelpunkt stelle, sondern zuerst an meinen Nächsten denke. Lass mich die Dinge mit deinen Augen sehen, dass ich das Richtige tue – nicht um seiner selbst willen, sondern meinen Mitmenschen zuliebe. Gib mir einen Blick für die Nöte und Bedürfnisse anderer und lass mich ihnen dir zur Ehre dienen. Amen.