Freitag 20. November 2020

Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du, was verachtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden.  Römer 14,10

Der Teufel kommt daher und überzeugt uns, dass wir einem Anderen überlegen sind. Wir verändern dann unser Vorurteil in Frömmelei und laufen die Straße der Sünde hinunter. Vor dem Herrn sind wir alle gleich. Jeder hat gesündigt und deshalb ist Jeder schuldig. Denn wir, die wir die Gnade Christi kennen, wir sollen Anderen gegenüber gnädig sein in dem Bewusstsein, dass wir keine Gnade verdienen, sondern sie dankbar annehmen. Daher sei gnädig Anderen gegenüber, da du Gnade empfangen hast.

Ob es nun die Klasse, das Alter, der Stand oder irgend eine andere Sache ist, die der Teufel benützt, um uns zu trennen, hilf mir Herr, zu erkennen, dass ich nicht anders bin als mein Nächster, vielleicht mit dem einzigen Unterschied, dass ich das Vorrecht genieße, Dich zu kennen. Hilf mir zu lernen, Anderen gegenüber gnädig zu sein, in der Hoffnung, dass sie die Gelegenheit bekommen werden, Dich als Herrn und Heiland kennen zu lernen. Führe mich in die wahre Liebe zu meinem Nächsten hinein.

Herr, ich kann noch nicht einmal beginnen, Deine Liebe und Gnade zu verstehen, aber ich habe sie bekommen. Hilf mir, so bete ich, heute in Deiner Gnade zu leben und mit Anderen gnädig umzugehen, da Du mir immer gnädig warst. Lenke meine Gedanken und hilf mir, zu erkennen, wenn der Teufel Trennung sät, damit ich widerstehen und in Deiner Gnade bleiben darf und diese Gnade mit allen teilen darf, denen ich begegne. Amen.