Samstag 31. Oktober 2020

Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im Geist. Dient dem Herrn.  Römer 12,11

Blicken wir doch einmal kritisch auf unsere Erwartungen, die wir dem Herrn gegenüber haben: kaum haben wir eine Bitte vorgebracht, erwarten wir doch, dass sie uns postwendend erfüllt wird! Haben wir dabei nicht ein bisschen verdrängt, dass Gott auch an uns Erwartungen hat? Das scheint vor fast 2000 Jahren auch ähnlich gewesen zu sein, denn der Apostel Paulus musste in seinem Römerbrief daran erinnern, dass man bei seinen Verpflichtungen gegenüber dem Herrn alle Trägheit ablegen sollte, sich vom Heiligen Geist anfeuern lassen und dienen sollte, statt sich nur bedienen zu lassen.

Herr, in der Welt um uns herum wird nicht mehr gefragt, wo man sich nützlich machen kann, wie und wo man helfen kann. Hilf mir, Herr, dass ich mich wieder neu für meine Mitmenschen und die Schöpfung, in die Du mich und uns alle hineingestellt hast, engagiere. Mache uns allen wieder neu bewusst, was Du – uneigennützig – für uns alle getan hast. Führe uns weg von der Mentalität, immer bedient zu werden hin zu dem Bestreben, Dir zu dienen.

Herr Jesus Christus, Dein Apostel Paulus hat auf Dich geschaut und in seinem Leben das umgesetzt, was er auch die Gemeinde in Rom tun heißt. Er verlangt also von ihnen und von uns nichts, was er nicht selbst bereit wäre zu tun. Hilf mir, es ihm gleich zu tun. Das derzeitige Flüchtlings- und Asylantenproblem gibt uns allen reichlich Möglichkeiten zum Dienen. Hilf mir ganz persönlich, meine Möglichkeiten hier voll auszuschöpfen. Amen.