Samstag 29. August 2020

Was sollen wir denn nun sagen? Ist das Gesetz Sünde? Das sei ferne! Aber die Sünde erkannte ich nicht außer durchs Gesetz. Denn ich wusste nichts von der Begierde, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte (2.Mose 20,17): »Du sollst nicht begehren!« Römer 4,7
Das, von dem wir glauben, dass es instinktiv auf das Gesetz hinweist, bringt uns dazu, zu glauben, dass mit dem Gesetz etwas nicht stimmt, aber das Gesetz führt uns in die Tiefe unserer Verderbtheit und beraubt uns dabei unserer Vortäuschung und Selbstrechtfertigung. Das Gesetz tut es nicht, sondern es weist auf die Wahrheit hin, wie weit uns die Sünde von der Vollkommenheit Gottes entfernt hat. Das Gesetz ist der Maßstab und die Gnade ist das, was uns von dem befreit, was das Gesetz verlangt, nicht von dem Buchstaben, sondern von der Strafe. Daher ist das Gesetz die gute Regel für das Leben, obwohl man als Jemand, der in Sünde geboren ist, nur durch Gnade nach der Regel leben kann.
Herr, hilf mir, das Gesetz nicht zu verwerfen, so als hätte es keinen Wert, denn durch es weiß ich um die Tiefe meiner Verderbtheit. Statt dessen, hilf mir zu erkennen, dass ich mich vor dem Versagen, das doch passiert, nicht zu fürchten brauche, sondern das Gesetz als einen Führer ansehe, durch den ich weitere Schritte tun und dem Ruf nach oben zu himmlischer Vollkommenheit folgen kann. Führe mich heute und alle Tage, Dein Gesetz zu lieben und über Deine Anweisungen nachzudenken als Jemand, der durch Gnade frei geworden ist.
Deine unverdiente Gunst, Herr Jesus Christus, für mich am Kreuz die Gnade, die ich brauche, zu erkaufen, befreit mich wahrhaftig dazu, das Leben zu leben, von dem Du schon immer gewollt hast, dass ich es lebe. Führe heute meine Handlungen, damit ich wirklich als Jemand leben kann, der vom Tod befreit worden ist und dadurch jetzt frei ist, sich zu dem Ziel hin zu bewegen, innerhalb der sicheren Grenzen Deines Gesetzes zu lieben und zu leben. Führe mich heute in Deiner Rechtschaffenheit. Amen.