Sonntag 18. August 2019

Jesus aber wusste, dass ihm der Vater alles in seine Hände gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott ging, da stand er vom Mahl auf, legte sein Obergewand ab und nahm einen Schurz und umgürtete sich.   Joh. 13, 3-4
Am auffälligsten an Jesus ist, dass Er weiß, wer Er ist. Johannes macht das im heutigen Text in reichem Maß klar. Er weiß, wer Er ist, woher Er kommt und wohin Er geht. Bei uns ist das nicht so. Immer, wenn man uns einen „neuen Hut“ an Verantwortung aufsetzt, wissen wir oft nicht, wie wir ihn „tragen“ sollen und wir erkennen auch oft genug nicht, ob er uns wirklich „passt“. Bei der Taufe versichert uns Gott, dass wir zu Ihm gehören und immer bei Ihm sein werden. Das trägt uns mitten in Widerstand und Entmutigung.
Barmherziger Vater, wir vergessen so oft, dass wir Dir gehören und, dass Du uns eine Heimat bei Dir versprochen hast, die ewig ist. Wenn uns die verschiedenartigen und neuen Verpflichtungen dieser Welt vom Wissen um Deine Fürsorge ablenken, dann bring uns wieder zur Vernunft, zurück zu der Überzeugung, dass uns nichts jemals aus Deiner Hand reißen kann. Amen.
Danke, Herr Jesus, dass Du der Fels bist, auf dem wir stehen können. Mögen wir doch immer auf Dich schauen wegen unserer Identität und unserer Bedeutung. Rüste uns aus, damit wir an Deiner Liebe Anteil haben, wenn es großen Widerstand gibt und es unangenehm ist, sich kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Amen.