Samstag 18. Mai 2019

Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt und ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich tue in meines Vaters Namen, die zeugen von mir.      Joh 10, 25
Kinder stellen oft strittige Fragen, auf die sie wirklich keine Antwort verlangen. „Warum müssen wir ins Bett gehen, unser Zimmer sauber machen, uns baden?“ Vater oder Mutter kann sich verleiten lassen, zu versuchen, mit dem Kind zu diskutieren, das Kind wird aber erst zufrieden sein, wenn die erwünschte Antwort kommt: „Du musst das nicht tun.“ Die Menschen, die hier um Jesus versammelt sind, haben schon eine Vorstellung davon, was der Messias vermutlich sein soll – ein militärischer oder politischer Erlöser – eher als der Eine, der die Menschheit von ihren Sünden erlöst. Und wenn wir in diesem Abschnitt weiter lesen, werden sie Steine aufklauben, um Ihn zu steinigen, weil die Antwort auf die von ihnen gestellte Frage nicht die war, die sie erwarteten. Wir postmodernen Menschen tun das Gleiche, wenn wir uns Gottes Wort nähern, um Antworten zu bekommen, die wir nicht wirklich wollen und uns dabei weigern, auf das bestimmte Wort Gottes zu hören und statt dessen unsere Sünde rational erklären.
Allmächtiger Gott, vor Dir sind alle Herzen offen, alle Wünsche bekannt, und vor Dir sind keine Geheimnisse verborgen. Reinige die Gedanken unserer Herzen durch die Erleuchtung Deines Heiligen Geistes, damit wir Dich vollkommen lieben und würdig Deinen heiligen Namen groß machen können. Amen.
Herr, hilf uns, auf Dein Wort zu hören, selbst, wenn wir es unpassend finden oder nicht ganz als das, was wir dachten, dass wir wollten, und hilf uns statt dessen darauf zu vertrauen, dass Deine Antwort auf unsere Frage die beste für uns ist. Amen.