Sonntag 12. Mai 2019

“Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden.”     Johannes 10, 16
„Verkündigung des Evangeliums ist die Voraussetzung für das Bestehen unserer Kirche“ erklärte Pfarrer Dr. Berhanu Ofga`a, Generalsekretär der Äthiopischen Evangelischen Kirche den Teilnehmern der Lutherischen Theologischen Konferenz im Jahr 2011, und er fügte hinzu: „Verkündigung ist für uns nicht nur eine Möglichkeit unter vielen anderen, sie ist vielmehr ein Befehl, den Christus selber uns gegeben hat“. Durch Verkündigung haben wir teil an der Mission Christi, Schafe einzubringen, die noch nicht der Herde angehören. Durch Seinen Kreuzestod hat Christus wahrhaftig die Erlösung gebracht, für Juden, wie für Christen, für Freie und Unfreie, für Männer und für Frauen.  Die Kirche wird schließlich eine weltweite Gemeinschaft von Menschen unter einem Hirten sein. Dafür sei Gott Dank!
Herr, ich weiß, Du rufst mich, damit ich das Evangelium mit anderen teile. Das ist nicht immer leicht. Manchmal fürchte ich mich davor, was andere Menschen vielleicht von mir denken, wenn ich meinen Glauben mit ihnen teilen möchte. Ich weiß von Christen, die ihres Glaubens wegen verfolgt wurden, und ich erkenne, dass ich aus Bequemlichkeit nicht oft genug Zeugnis davon ablege, dass Du der Herr bist. Deinen Segen und die innere Freiheit, die ich dadurch genieße, nehme ich dennoch als selbstverständlich gegeben an. Herr, lass mich an dem Schatz teilhaben, den Du Deiner Kirche mit dem Evangelium gegeben hast. Amen.
Manchmal, Herr Jesus, vergesse ich, dass noch außerhalb des Pferches Schafe sind, die Du ebenso lieb hast, wie die Schafe, die schon zu Deiner Herde gehören. Du hast uns gelehrt, dass auch sie Deine Stimme hören wollen. Herr, lass mich auf Deinen Ruf achten, in die Welt hinaus zu gehen, und alle Geschöpfe in Deinem Namen zu rufen. Amen.