Montag 29. August 2016

Das sei ferne! Wie könnte sonst Gott die Welt richten?  Römer 3,6

Im Bereich der weltlichen Gerichtsbarkeit achten wir streng darauf, dass Richter oder Staatsanwälte bei ihrer Rechtsprechung und Argumentation dem bestehenden Gesetz absolut verpflichtet sind. Die erste Gesetzesgrundlage für die Menschheit waren die Zehn Gebote. Warum sollte der Gott, der den Menschen diese Zehn Gebote gegeben hatte, sich selbst nicht auch konsequent daran halten? Wir dürfen uns damit trösten: Gott ist nicht nur gerecht, sondern auch gnädig und Er hat unsere Ungerechtigkeit nicht nötig, um selbst gerecht zu erscheinen!

Herr, ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich mich selbst und meine Mitmenschen nach meinen menschlichen und nicht nach Deinen göttlichen Maßstäben richten möchte. Hilf mir zu begreifen, dass die Strafe, die ich  – wie wir alle – eigentlich verdient hätte, auf Deinem Sohn Jesus Christus liegt. Wie selten kommt es doch im menschlichen Bereich vor, dass jemand die Schuld eines Anderen auf sich nimmt und die Strafe für ihn verbüßt?

Herr Jesus Christus, hilf mir diese Ungeheuerlichkeit zu begreifen, dass Du, der Du als Einziger ohne Sünde warst, die Sünde der ganzen Menschheit auf dich geladen und am Kreuz getilgt hast. Vergib mir die oft gestellte Frage: Warum trifft es immer wieder nur den oder die oder gar mich? Womit haben wir das verdient?  Vergib mir meine Zweifel an der Gerechtigkeit Deines Vaters, die Du erfüllt hast, indem Du dem Vater absolut gehorsam warst und stellvertretend für uns alle Schuld getilgt hast. Amen.