Donnerstag 5. November 2015

Was sollen wir nun sagen? Sollen wir denn in der Sünde beharren, damit die Gnade umso mächtiger werde?  Römer 6,1

Wenn man in Christus ein neues Herz geschenkt bekommen hat, sollte man dann dem alten und verdorbenen Herzen erlauben, sich zu besudeln? Das ist die eigentliche Frage. Wenn uns in Christus ein neues Leben geschenkt ist, das ewiges Leben hervorbringt, warum sollten wir dann das Leben, das uns umbringt, leben wollen? Die Gnade befähigt uns, in das neue Leben hinein zu leben. Es ist kein Weg, um im alten Leben herum zu fahren und dabei Rettung gegen Verdammnis abzugrenzen. Wir sollen im neuen Leben vorankommen und das alte Leben den Tod sterben lassen, den es verdient zu sterben.

Herr, hilf mir, den alten Adam in mir sterben zu lassen, weil ich weiß, dass Du mir das Wort Ewigen Lebens geschenkt hast. Führe mich in meinem Denken, damit ich deutlich die Orte erkennen kann, die dem Leben, das Du mir im Glauben durch Gnade geschenkt hast, im Weg stehen, damit ich in das Ewige Leben hineinleben darf, das Du für mich bereit hältst. Führe mich in die Weisheit, damit ich so leben darf, wie Du es verheißen hast, denn ich weiß, dass ich allein in Deiner Verheißung Hoffnung und eine Zukunft habe.

Führe mich, Heiliger Geist, auf Deinen Weg der Wahrheit, weil ich weiß, dass ich in Dir all das finden kann, nach dem sich mein Herz sehnt. Hebe mich auf und führe mich weg von dem alten Adam, der Gnade niemals als Entschuldigung dafür annehmen wollte, dass er weiter sündigte. Hilf mir zu verstehen, dass ich in diesem Leben, das Du mir aus Gnaden geschenkt hast, gewissenhaft werden muss, da ich doch weiß, dass es außer Dir und der Gnade, die Du schenkst, es nichts außer Tod gibt. Amen.