EKD-Studienzentrum für Genderfragen eröffnet

Manifestation gegen Schöpfungsordnung Gottes und christliches Menschenbild
Die Konferenz Bekennender Gemeinschaften (KBG) und die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG) sieht in der Einrichtung des Studienzentrums der EKD für Genderfragen eine bibel- und bekenntniswidrige Abkehr von der guten Schöpfungsordnung Gottes und dem christlichen Menschenbild mit der Konsequenz der Abkehr von Ehe und Familie als Leitbild christlicher Lebensform.
Die weitgehend unbekannte Ideologie des Genderismus, die irrtümlicherweise mit Gleichberechtigung verwechselt wird, leugnet, dass Gott den Menschen bipolar geschaffen hat. „Man wird nicht als Frau geboren, man wird zur Frau gemacht“, heißt es. Doch wenn jeder sein Geschlecht selbst bestimmen kann, je nach Einschätzung und Vorlieben der eigenen Rolle, hat das mit dem biblischen Schöpfungsverständnis nichts zu tun. In Konsequenz bedeutet das eine Umwandlung der Gesellschaft in Abkehr von christlicher Kultur. Die Genderideologie ist theologisch gesehen eine Irrlehre, die obendrein gegen alle Vernunft und gegen die Naturwissenschaft steht.
Die KBG und IKBG protestieren im protestantischen Sinn gegen die ideologieträchtige und bekenntniswidrige Einrichtung des Studienzentrums der EKD. Einmal mehr setzt die EKD ein Zeichen, das den Graben zwischen der kath. und orthodoxen Kirche vertieft, Ökumene erschwert und gefährdet. Und das mit einem jährlichen Zuschuss von mindestens 380.000 €.
Nach der theologisch höchst umstrittenen und bekenntniswidrigen Orientierungshilfe der EKD zu den Lebensformen „Zwischen Autonomie und Angewiesenheit“ setzt die EKD mit der Einrichtung des Studienzentrums für Genderfragen ein weiteres bekenntniswidriges Zeichen. Geistgeleitete Kirche der Zukunft sieht anders aus.
Pastor Ulrich Rüß,
Vorsitzender der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in der EKD
Präsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften
P.S. Die IKBG veranstaltet am 19. Juli einen Studientag zum Thema Gender-Mainstreaming.