09.03.2016 Michael Diener tritt Ende 2016 als Allianzvorsitzender zurück

Bestätigung bisheriger Beschlüsse und Weiterführung eines Gesprächsprozesses

Der Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA) hat sich am 8. und 9. März 2016 in Bad Blankenburg mit den Ereignissen und Diskussionen der letzten Monate um die Bewertung praktizierter Homosexualität und einem Portrait ihres Vorsitzenden Dr. Michael Diener in „Die Welt“ beschäftigt.

Im Bewusstsein um die unterschiedlichen Positionen innerhalb der Evangelischen Allianz, hat sich der Hauptvorstand die Erklärung des Geschäftsführenden Vorstandes vom 22.12.2015 zu eigen gemacht. Darin hatte sich dieser auf die Stellungnahme „Sucht der Stadt Bestes“ aus dem Jahr 2009 bezogen, in der es heißt:

Wir wenden uns ebenso gegen die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und der geschlechtlichen Orientierung, auch angesichts der verhängnisvollen Unterdrückung der Homosexuellen im Dritten Reich. Wir begegnen Vertretern einer anderen  geschlechtlichen Orientierung mit Respekt und Würde, sehen allerdings praktizierte Homosexualität – wie andere Formen der außerehelichen Sexualität – grundsätzlich als unvereinbar mit der für den christlichen Glauben maßgebenden biblischen Ethik an.“ (der gesamte Text unter http://www.ead.de/nachrichten/nachrichten/einzelansicht/article/deutschen-evangelischen-allianz-auch-bei-kontroversen-beieinander-bleiben.html) 

Der Hauptvorstand sieht durch die aufgebrochene Kontroverse zugleich die Notwendigkeit, intensive Gespräche weiterzuführen. Darin sollen unter anderem die Ergebnisse verschiedener Foren der letzten Jahre zu diesem Thema einfließen. Diese Gespräche werden sich auch mit verschiedenen Verständnissen von

Evangelischer Allianz in ihrer Bekenntnisorientierung, als Einheitsbewegung, Dach oder Netzwerk beschäftigen.

Michael Diener steht als Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz nur bis Ende 2016 zur Verfügung. Dies hatte er mit Blick auf sein Hauptamt als Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes bereits im Herbst 2015 für den Fall  seiner Wahl in den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland intern angekündigt, die tatsächlich am 10.11.2015 erfolgte.